Tauchen im Bergwerk Kleinebremen
Vier Mitglieder unseres Tauchvereins (Thorsten, Markus, Michael und ich) machten uns am Sonntag, 21.07.2013 mit vier Kollegen eines Recklinghausener Vereins auf, das Bergwerk Kleinebremen in der Nähe von Porta Westfalica zu betauchen.
Nach der Ankunft gab es ein ausführliches Briefing mit Sicherheitshinweisen und Streckenvorschlägen. Der Besitzer des Tauchshops, der das Bergwerk betreibt sagte: “Es wird kalt, es wird sehr dreckig, extrem anstrengend aber geil“. Er sollte nicht übertreiben.
Es gibt einen betauchbaren Bereich, der einer riesigen Kaverne gleicht. Nach vorne ist er offen und man kann jederzeit mit wenigen Flossenschlägen auftauchen. Die Grotte hat eine Deckenhöhe von ca. 10m und eine Breite von ca. 80m. Sie ist in Abbaufelder unterteilt, die von breiten Säulen getragen werden.
Am Ende der Grotte, so in circa 20m Tiefe sieht man kleine Öffnungen, die weiter nach unten führen. Sie werden „Rolllöcher“ genannt und man kann durch sie in die ehemalige Förderstrecke tauchen. Diese Strecke zieht sich parallel zur Grotte durch das ganze Bergwerk und hat einen Durchmesser von ca. 2m x 2,5m. Hier kommt dann das richtige „Höhlentauch-Feeling“ auf. Man sollte sehr gut tariert sein, denn wenn die feine Sedimentschicht am Boden aufgewirbelt wird, ist die Sicht sofort gleich Null. Für diesen Fall ist eine Führungsleine gespannt. Zwischendurch kann man an markierten Stellen durch andere Rolllöcher wieder in die Grotte zurück tauchen. Die Strecke führt durch das ganze Bergwerk und darf nur in dem ausgeschilderten Bereich betaucht werden. Es gibt noch weitere Bereiche, aber diese dürfen nur von zertifizierten Höhlentauchern in Begleitung betaucht werden.
Doch bevor man mit diesem Nervenkitzel und unglaublichen Sichtweiten belohnt wird, gab es schwere Plackerei. Die Hitze an dem Tag machte es nicht besser. Erst wurde die Ausrüstung in den Berg getragen. Draußen 35°, im Berg 8°. Dann zurück, Trocki anziehen. Sehr schön bei dem Wetter. Dann in eine Bergwerksbahn quetschen und zum Stollen fahren. Bei allem, nicht den Helm vergessen/ verlieren. Jetzt kommt der beste Teil. Alles muss noch bis zum Einstieg geschleppt werden. Auf dem Hinweg ging es zwar meistens bergab, aber alle waren schon geschafft und „freuten“ sich auf den Rückweg. Wir waren uns einig, dass der Rückweg den Berg in Messinghausen toppt.
Es wurden 2 Tauchgänge gemacht. Die Ausrüstung blieb zum Glück unten. Zwischendurch wurden wir von der Basis mit Würstchen und Getränken versorgt. Die regulären Besucher des Bergwerks bestaunten uns, als sie sahen, wie wir aufgerödelt in den Berg marschierten. Die Tauchgänge, insbesondere in der Strecke waren sehr beeindruckend und so manch einer hat gesagt, dass er oder sie nach diesem Erlebnis die „Höhlentauchkarriere“ doch noch ein wenig verschiebt, weil es schon sehr beklemmend ist, in ein so dunkles und enges Loch abzusteigen und mit einer Felsendecke über dem Kopf zu tauchen. Aber alle waren sich einig, dass man es mal erlebt haben sollte.
Leider mussten wir feststellen, dass es trotz der Mega Sicht nicht so einfach ist schöne Fotos zu machen. Deshalb für alle, die etwas mehr sehen möchten hier noch der link zur Galerie der Homepage:


www.trevpunkt.de/blaue-lagune-1/galerie/

 

Und der Uli hat noch einen Film gedreht

http://usieslack.magix.net/alle-alben/!/oa/6884369-92689108/

 

Ein paar Eindrücke von unserem Tripp bekommt Ihr von den folgenden Bildern.
Viel Spaß dabei


  • Gepcktrolley
  • Macht neugierig
  • Ohne Helm geht nix
  • Materialschlacht
  • P1020743
  • Der Rckweg des Grauens
  • P1020752
  • Heute der informelle look
  • Keine Bewhrung
  • P1020751
  • P1020749
  • Abenteuer pur
  • Eingedoste Taucher
  • Glck auf der Steiger kommt
  • Alles wird gut
  • Anrdeln in der Sonne
  • Briefing
  • Endlich alles unten
  • Geschafft